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RE: Link zum Heiligen Stuhl -Der Schwachsinn Ludwig Feuerbachs und der Anthropologie


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von Jürgen Kramer am 7.Aug.2003 08:02

Lieber Mathias, laß jetzt den Stand der Diskussion nicht absacken!!!
W o r u m e s e i g e n t l i c h g e h t ???
Um die Frage nach Kunst und Religion und hier gelangte zuerst die Religion ins Gesichtsfeld in Gestalt der Kirche (Heiliger Stuhl). In der Verallgemeinerung führtest Du die Religionskritik Feuerbachs an,der aus der Theologie eine Anthropologie (Gottesbild gleich projiziertes Menschenbild)zu machen versuchte. Daraufhin gab ich Hinweise zur K r i t i k d e r A n t h r o p o l o g i e , indem ich auf Heidegger hinwies, der der Anthropologie den Stammbaum des cartesianischen Subjektivismus attestierte.

Das jetzt etwas genauer.

Feuerbachs These:"Der Vorwurf, dass nach meiner Schrift, die Religion Unsinn, Nichts, pure Illusion sei, hätte nur dann Grund, wenn ihr zufolge auch das, worauf ich die Religion zurückführe (!!!), was ich als wahren Gegenstand und Inhalt nachweise, der Mensch (!!!), die Anthropologie (!!!) Unsinn, Nichts, pure Illusion wäre. (...) Indem ich die Theologie zur Anthropologie erniedrige, erhebe ich vielmehr die Anthropologie zur Theologie (!!!), gleichwie das Christentum, indem es Gott zum Menschen erniedrigte (!!!), den Menschen zum Gott machte ..." - diese Thesen Feuerbachs halte ich für Schwachsinn. Sie sind purer Anthropozentrismus. Und noch mehr: es steckt ein krankhaftes (erniedrigtes) Menschenbild darin!

M e n s c h e n b i l d ! ?

Was ist krankhaft - pathologisch - an der Anthropologie und dem Anthropozentrismus Feuerbachs und anderer Anthropologen?

Bernhard Groethuysen hat darauf hingewiesen, daß in der philosophischen Anthropologie der Mensch gewissermaßen stets von sich in der dritten Person spricht:"Das eigentliche, gar nicht weiter ableitbare Verhältnis, in dem er zu sich selbst steht, ist dabei das Irrelevante. Er ist sich selbst >ein Fall<, Exemplar einer Gattung; er ist ein Mensch" (1928). In der anthropologischen Einstellung betrachte sich der Mensch von außen, als etwas allgemein zu Fassendes; er selbst und die anderen werden auf die gleiche u n p e r s ö n l i c h e Ebene projiziert. "Was ihm geschieht, verliert sein Interesse, soweit es i h m geschieht, und dient nur dazu, etwas zur Anschauung und zur Erkenntnis zu bringen, was ihn nicht mehr selbst i m b e s o n d e r e n betrifft, sondern den Menschen (Heidegger-Handbuch, a.a.O., S.333).
Der zugrunde gelegte Gattungsbegriff "Mensch" wird in der Anthropologie viel zu eng, ja falsch ausgelegt. Nicht also nur, dass das Selbst im besonderen abstrahiert wird, nicht nur, dass die prinzipielle U n e r g r ü n d l i c h k e i t des Menschen mißachtet wird, nicht nur, dass die e x z e n t r i s c h e Position des Menschen überhaupt nicht begriffen ist, wir müssen uns mit Heidegger der Grundüberzeugung nähern, "dass noch nicht einmal die F r a g e nach dem Menschen richtig gestellt ist (337)"!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!




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